BARFen bei Hunden

Nachhaltige, ausgewogene Ernährung hatte nie einen höheren Stellenwert – versorgt sie uns doch mit den notwendigen Nährstoffen um bis ins hohe Alter gesund und fit zu bleiben. Genau das gilt auch in der Ernährung von Haustieren. Der Trend zeigt klar: das Bewusstsein der Haustierbesitzer endet nicht am Futternapf des Lieblings.
Immer häufiger werden Tierbesitzer im Zusammenhang mit gesunder Hundeernährung bzw. Tierernährung mit den Begriffen “BARF” oder “BARFen” konfrontiert. Worum es sich dabei handelt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was bedeutet „BARFen“?

Die Abkürzung “BARF” steht für “Biologically Appropriate Raw Food” – zu deutsch: “Biologisch artgerechte RohFütterung”. Ursprünglich stammt der Begriff aus den USA und war zunächst ein Kürzel für “Born Again Raw Feeders”, was soviel bedeutet wie “wiedergeborene Rohfütterer”. Häufig hört man auch von der Bedeutung “bones and raw food”, also “Knochen und rohes Essen”.
Wie man aus der Kürzel-Bedeutung wahrscheinlich schon erahnen kann: Beim BARFen handelt es sich um die Fütterung von rohen Lebensmitteln . Primär werde diese Ernährungsform für Haushunde entwickelt, es können jedoch auch Katzen und Frettchen auf diese Weise ernährt werden.

Zurück zu den Wurzeln des Hundes

Wurzeln ist hier das Stichwort, denn: beim Barfen besinnt man sich ganz auf den Ursprung des Hundes, den Wolf. Zu dessen Fressgewohnheiten zählen neben rohem Fleisch auch Wurzeln und Früchte. Durch die Aufnahme des Mageninhalts seiner Beute, nimmt der Wolf auch Gemüse und Kräuter zu sich. Er ist also kein reiner Fleischfresser. Wer seinen Hund “barft”, füttert seinem Vierbeiner demnach reines Frischfutter, das sich an den Gewohnheiten des Wolfs orientiert. Eine Ration sollte stets frisches Fleisch, Innereien, Knochen oder Fisch enthalten. Diese ergänzt man mit Obst und Gemüse und gegebenenfalls  Nahrungsergänzungsmitteln.

Für welchen Hund eignet sich BARFen?

Bevor wir uns mit der Zusammensetzung der BARF-Mahlzeit auseinandersetzen, beschäftigen
wir uns mit der Frage für welche Hunde sich diese Ernährungsmethode eignet.

Barfen bei der Hundemutter

Die frisch gewordene Hundemama versorgt ihre Welpen in den ersten Lebenswochen mit Milch, um deren Immunsystem und Entwicklung zu stärken. Die Muttermilch enthält daher wichtige Nähr- und Abwehrstoffe, die für die Welpen von unschätzbarem Wert sind. Aber nicht nur die Welpen benötigen in dieser Phase besonders viele Nährstoffe, auch die Mutter muss während der Trächtigkeit und Stillzeit ausreichend damit versorgt werden. Ist eine Hündin trächtig, erhöht sich der Eiweißbedarf so drastisch, dass der Eiweißanteil im Futter ebenfalls um 40-70 Prozent erhöht werden sollte. Anders als bei fertigem Hundefutter lässt sich dieser Anteil beim BARFen relativ leicht anpassen.

Barfen bei Hunden mit Allergien

Allergien bei Hunden nehmen stetig zu und sind ein häufiger Anlass, die Ernährung des Hundes auf Rohfutter umzustellen. Für viele ist BARFen die einzige Alternative, da hier genau bestimmt werden kann, welche Lebensmittel in den Napf wandern. Je nach Verträglichkeit können Fleisch- und Gemüsesorten dann so gewählt werden, dass keine Symptome auftreten.

Barfen bei Welpen

Grundsätzlich ist es möglich, bereits im Welpenalter ab der 5. Woche begleitend zur Muttermilch. mit dem BARFen zu beginnen. Wichtig ist, zu Beginn leicht  verdauliche BARF-Kost zu füttern und zu beobachten, wie der Hund es verträgt. Begonnen werden kann beispielsweise mit Rinderhackfleisch, das mit hochwertigem Öl angereichert wurde. Verwende anfangs nur kein Leinöl, das kann der kleine Vierbeiner noch nicht verdauen. Füttere deinem Welpen möglichst mageres, fettarmes Fleisch mit geringem Bindegewebsanteil und ergänze dieses mit nicht-blähenden Gemüsesorten. Ab der siebten/achten Lebenswoche kann vollständig auf die BARF-Nahrung umgestellt werden. Ergänzend zum Fleisch können nun auch rohe Knochen gefüttert werden, diese versorgen den Welpen mit Kalzium. Durch das Knabbern am Knochen wird außerdem die Zahnpflege der Milchzähne unterstützt. Die Frischfleisch-Ration eines Tages sollte bei einem Welpen noch auf 4-5 Mahlzeiten verteilt werden und rund 4-8 Prozent des eigenen Körpergewichts betragen. Da der Junghund wöchentlich zunimmt, sollte man das Gewicht stets im Blick behalten und ihn wöchentlich wiegen, um die richtige Futtermenge bestimmen zu können.

Die richtige Zusammenstellung der BARF-Mahlzeit

Das wichtigste am BARFen beim Hund ist das richtige Zusammensetzen der Tagesrationen. Während Fertigfutter in den meisten Fällen bereits alle nötigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis enthält, muss beim BARFen selbst dafür gesorgt werden, den Nährstoffbedarf des Hundes zu decken. Die Gefahr liegt dabei in der Über- oder Unterdosierung von Nährstoffen – beides kann zu gesundheitlichen Beschwerden durch Mangelernährung oder Überversorgung führen.

Die richtige Zusammensetzung sollte daher so aussehen:

70 % Fleisch

Fleisch macht den Hauptbestandteil jeder Mahlzeit aus. Beinahe jedes Tier außer das Schwein kommt dabei als Fleischlieferant in Frage. Neben Rind, Geflügel, Wild und Pferd werden auch exotische Tiere wie Strauße oder Kängurus gefüttert.

10-15 % des Fleischanteils sollte in Form von fleischigen Knochen und Innereien untergemischt werden. Die Knochen reinigen nicht nur die Zähne des Hundes, sie versorgen ihn auch mit wichtigen Mineralien. Füttere deinem Hund am besten die Knochen von jungen Schlachttieren, da diese nicht so brüchig sind wie die von älteren Tieren.

Achtung: Schweinefleisch ist tabu, da es das für Hunde tödliche Aujeszky-Virus
enthalten kann. Da das Virus für Menschen ungefährlich ist, wird  Schweinefleisch nicht darauf getestet. Auch Fleisch vom Wildschwein zählt dazu.

Beim Verzehr von Knochen sollte man seinen Hund übrigens immer im Blick haben. Insbesondere wenn ein Hund dazu neigt, sein Essen hinunter zu schlingen, ist es häufig besser, gewolfte Knochen zu servieren um das Verletzungsrisiko durch splitternde Knochenteile zu reduzieren.
Ebenfalls ist es möglich, das Hundefutter mit entsprechendem Mineralfutter,Eierschalen oder Knochenmehl zu ergänzen, um gänzlich auf die Fütterung von frischen Knochen zu verzichten.

30 % Obst und Gemüse

Obst und Gemüse bringen wertvolle Ballaststoffe und Vitamine in den Fressnapf. Durch das Dünsten oder Kochen wird das Gemüse bekömmlicher und wird in den meisten Fällen auch lieber gefressen. Verwendet werden kann beispielsweise Zucchini, Karotten, Spinat, diverse Beeren und Äpfel. 

Achtung: Gewisse Obst- und Gemüsesorten dürfen keinesfalls gefüttert werden. Dazu zählen z.B.: Auberginen, rohe Kartoffeln, Avocados, rohe Hülsenfrüchte, grüne Paprika, Weintrauben, Holunderbeeren und Quitten.

Hochwertige Öle

Öle gelten als sehr wertvolle Lieferanten wichtiger Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie ermöglichen außerdem die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Es sollte immer zwischen mehreren Ölen abgewechselt werden. In der Hundefütterung haben sich Fischöle, Keimöle wie z.B. Leinöl oder Hanföl aber auch kostengünstige Raps- oder Sonnenblumenöle bewährt.

Kräuter und Nahrungsergänzungen

Kräuter (z.B. Löwenzahn, Brennessel oder Gartenkresse) und Futtermittelergänzungen wie z.B. unser Hanfpulver für Hunde peppen die Mahlzeit zusätzlich auf und versorgen den Hund ganz nebenbei mit gesundheitsfördernden Wirkstoffen .

Barfen bei Hunden

Besteht die Gefahr einer Infektion durch das Fleisch?

Wo mit rohem Fleisch hantiert wird, ist die Gefahr einer Infektion nicht unerheblich. Auch wenn der Verdauungstrakt eines Hundes robuster ist als der eines Menschen, können durch das Frischfleisch Parasiten, Bakterien und andere Krankheitserreger übertragen werden und dem Tier schaden. Im Umgang mit dem Rohfleisch sollte daher stets auf ausreichende Hygiene geachtet werden.

Was versteht man unter Teil-BARFen?

Beim Teil-BARFen handelt es sich um die abwechselnde Fütterung von Rohfutter und Fertigfutter . Darüber, ob das Trockenfutter mit der BARF-Mahlzeit vermischt werden darf, kursieren unterschiedliche Meinungen. Sicher ist, dass auch der Anfang des Teil-BARFens vorsichtig erfolgen sollte, am besten nach Absprache mit dem Tierarzt des Vertrauens.

Gesundes Hundefutter als Alternative zum BARFen?

Wie bereits erwähnt, ist beim Hunde-BARFen eines besonders wichtig: sich genauestens mit dem Nährstoffbedarf, der Lebensmittelverträglichkeit und der abwechslungsreichen Fütterung des Hundes zu befassen. Eines ist nämlich sicher: Wer nicht dazu bereit ist, den Bedarf seines Hundes zu berechnen, und täglich frisches Essen zuzubereiten, sollte seinen Hund nicht barfen und beim klassischen Hundefutter bleiben. Dieses enthält alle notwendigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis und muss nicht vorbereitet werden. Kostentechnisch lässt sich die Rohfütterung mit hochwertigem Fertigfutter vergleichen.

BARFen im Alltag

Der Mythos, dass es sich beim Rohfüttern um eine komplizierte Angelegenheit handelt, hält sich hartnäckig und schreckt viele Interessierte davor ab. Die Besorgung der frischen Lebensmittel, die Erstellung der Futterpläne und die richtige Nährstoffversorgung bringen mehr Aufwand mit sich, mit ein wenig Planung kann das BARFen jedoch gut in den Berufsalltag integriert werden.

Vorportionieren & Einfrieren

Weder das Fleisch, noch das Gemüse muss täglich frisch gekauft oder verarbeitet werden. Fleisch kann getrost einige Tage im Kühlschrank gelagert werden, ebenso Gemüse, Obst und Kräuter. Hat man beispielsweise am Wochenende mehr Zeit, kann das Futter für die nächsten Tage vorportioniert und gekühlt werden. Friert man das Fleisch und das Gemüse ein, hat das zwei praktische Effekte: die Lebensmittel werden für längere Zeit haltbar gemacht und durch die Temperatur werden alle potenzielle Wurmstadien im Fleisch vernichtet.

Achtung: Fleisch kann zwar gut im Kühlschrank aufbewahrt werden, es sollte jedoch aus der Plastikverpackung genommen werden, da Bakterien entstehen können, wenn es verschlossen ist. Das Fleisch in eine offene Schüssel zu legen, reicht vollkommen. Wenn das Fleisch antrocknet oder seine Farbe leicht ändert, macht das nichts.

Wie beginnt man mit dem BARFen?

Bevor man damit beginnt, die Ernährung seines Vierbeiners grundlegend zu verändern, sollte man sich unbedingt umfassend mit der Thematik auseinandersetzen. Ist man sich nicht sicher, ob man mit dem selbst zusammengestellten Futter eine ausgewogene Ernährung gewährleisten kann, ist es am besten, sich von einem Tierarzt über die Methode und den Ernährungsbedarf des Hundes beraten zu lassen. Bei vielen Tierärzten erhält man auch professionelle Futterpläne.
Insbesondere am Anfang sollte man man die Verdauung des Vierbeiners gut im Auge behalten. Leidet er unter Verstopfung oder verfärbt sich der Kot weiß und ist sehr hart, empfiehlt es sich dringend einen Tierarzt aufzusuchen.

Durch regelmäßige Blut- und Kotuntersuchungen kann außerdem überprüft werden, ob der Hund mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt wird.

BARF-Menü mit Hanfpulver

Für den extra Gesundheitskick empfehlen wir, die BARF-Mahlzeit mit unserem natürlichen Hanfpulver für Hunde zu vermengen. Der Zusatz unseres Hanfpulvers unterstützt bei Unruhe, schützt vor Stress und unterstützt sein gesamtes Wohlbefinden. Das Pulver ist weitgehend geschmacksneutral und kann ganz einfach unter das Frischfutter gemischt werden – dein Hund wird es dir danken!

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